Verfasst von: markusgaertner | Juni 13, 2010

BIZ: Bailout-Effekt verbraucht

„Die Erleichterung an den Märkten

erwies sich als vorübergehend“

Vancouver, 13. Juni 2010 

Der neue Quartalsbericht der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich verweist auf bedenkliche Stresssymptome in Finanzsystem, einen scharfen Verfall

des Anlegervertrauens und Ähnlichkeiten der Schuldenkrise mit dem US-Subprimedebakel. 

Eskalierende Defizitprobleme und das Risiko nachlassenden Wachstums hätten in den ersten Monaten dieses Jahres nicht nur zu einer „rapiden Erosion des Anlegerver-trauens“ geführt, sondern auch dazu, dass das riesige Bailout-Paket der EU und des IWF nur vorübergehende Wirkung gehabt hätten.

GRAFIK eins: Steigende Preise für „sichere“ assets belegen die wachsende Unsicherheit

 Hier das zentrale Zitat aus dem 60 Seiten langen Bericht: 

„The relief in markets turned out to be temporary, however, as investor confidence soon deteriorated on worries about the possible interactions between public debt and growth. Peripheral euro area sovereign bond spreads widened, despite bond purchases by national central banks. The euro also weakened, with volatility jumping sharply against other major currencies.“

GRAFIK zwei: Der Kursabsturz des Euro belegt die Erosion des Vertrauens in die Zukunft der Eurozone

Steigende LIBOR-Sätze seien zudem ein Ausdruck der wachsenden Sorge, dass das Finanzsystem stärker angeschlagen ist als bisher gedacht. 

Einsetzende konjunkturelle Bremsmanöver in China, Indien und Brasilien würden überdies Zweifel nähren, dass die Schwellenmärkte das globale Wachstum stützen. 

Die wachsende Unsicherheit hat in den vergangenen drei Monaten vor allem drei Asset-Klassen in die Hände gespielt: US-Treasuries, deutsche Staatsanleihen und Gold.

GRAFIK drei: Scharfe Korrektur der Rohstoff-Notierungen sind nur ein Beleg, dass die Schuldenkrise weit über die Eurozone hinaus wirkt 

Über eine Korrektur der internationalen Börsen sowie sinkende Rohstoffpreise und steigende Preise für die Absicherung souveräner Risiken habe sich die EU-Schuldenkrise auf den Rest der Welt ausgewirkt („contagion“). 

GRAFIK vier: Unsicherheit: Die Volatilität steigt  

GRAFIK fünf: Auch die Zweifel an der Stabilität des Bankensystems nehmen wieder zu, wie die Aktienkurse der Banken zeigen 

 GRAFIK sechs: Die Bären positionieren sich seit Jahresbeginn mit Shortpositionen 

GRAFIK sieben: Zeichen der weltweit wachsenden Nervosität sind steigende Kurse für US-Bonds. Doch die Nachfrage internationaler Anleger scheint zuletzt nicht weiter zuzunehmen.  

 


Responses

  1. … sorry, ich muss Sie leider enttäuschen, ich habe die Grafiken so aus dem BIZ-Bericht.
    Vielleicht haben die das auf der Webseite, ist aber eher unwahrscheinlich.
    Herzlich, Markus Gärtner


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