Verfasst von: markusgaertner | Juni 4, 2010

Zweifel an der Erholung

Die neuesten Jobzahlen aus den USA wecken erhebliche Zweifel an der angeblichen Erholung

Vancouver, 4. Juni 2010

Das war eine riesige Enttäuschung: US-Arbeitgeber haben laut dem Labor Department im Mai deutlich weniger Jobs geschaffen als vorhergesagt. Prognostiziert waren 536.000 neue Jobs, gemeldet wurden an diesem Freitag lediglich 431.000. Und jetzt kommt die richtig schlechte News:

411.000 Jobs hat die Regierung geschaffen, das sind Helfer für die laufende Volkszählung. Im Klartext: Die Privatindustrie schuf im vergangenen Monat gerade einmal 20.000 Jobs.

Das ist alles andere als die seit Monaten mit ungezählten Schlagzeilen propagierte Erholung !

Die Relevanz dieser Zahl ist völlig klar: Die private US-Industrie hat kein Vertrauen in die sogenannte Erholung, die ja seit Wochen durch verschiedene Zahlen infrage gestellt wird, darunter die schwachen Konsumzahlen und der anhaltend schwer unter Druck stehende Immobilienmarkt.

Ganz klar, dies ist ein schwerer Rückschlag für die Jubelchöre der Wall Street, die uns weiter in Aktien treiben wollen.

Ich wiederhole meine Warnung vom Mai: Hände weg von Aktien, dieser Sommer wird ruppig werden. 

GRAFIK eins: Langsame Auszehrung eines Landes; das Verhältnis zwischen Beschäftigung und Bevölkerung verschlechtert sich zusehends

GRAFIK zwei: Die Arbeitslosenrate verharrt auf hohem Niveau. Sie sank nur deshalb von 9,9% auf 9,7%, weil sich wieder mehr Amerikaner vom Arbeitsmarkt abwenden und die Jobsuche aufgegeben haben


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Kategorien

%d Bloggern gefällt das: