Verfasst von: markusgaertner | Mai 18, 2010

„Down Under“ schwer gesucht

Austral-Asien zunehmend im Fadenkreuz

von Bergbau-Übernahmen

Vancouver, 18. Mai 2010

Übernahmen und Fusionen in der Minenbranche sind – wie wir wissen – nach dem Ein-bruch der Rohstoffpreise Ende 2008 und Anfang 2009 – stark zurückgegangen. Wie stark, das hat jetzt die Metals Economics Group im kanadischen Halifax in ihrem jüngsten Strategic Report dokumentiert. Demnach ging das Volumen größerer Übernahmen

im vergangenen Jahr um satte 66% zurück. Wie groß das Rad war, das während der Preisrally 2007 und 2008 ge-dreht wurde, zeigt der Vergleich mehrerer Jahre.

GRAFIK eins: Akquisitionen von Bergbaufirmen im Metall- und Goldsektor

GRAFIK: Metals Economics Group, Halifax / "Strategic Report", 18. Mai 2010

Der M&A-Einbruch 2008 war zwar schon der dritte in Folge, doch er stellt immer noch das fünftbeste Jahr in den vergangenen 10 Jahren dar.

Bei den Basismetallen brach die M&A-Aktivität 2009 um 79% ein, von 32 auf unter 7 Mrd. Dollar. In dieser Rohstoff-Gruppe wird der stärkste Rückgang in einem Jahr seit 1990 registriert.

Verständlicherweise macht Gold auch bei dieser Betrachtung derzeit eine Ausnahme: Hier gingen die Akquisitionen 2009 um lediglich 18% nach unten.

GRAFIK zwei: Austral-Asien ist mit Abstand die beliebteste Zielregion für Übernah-men von Minenfirmen

GRAFIK: Metals Economics Group, Halifax / "Strategic Report", 18. Mai 2010

Die Region Australien-Pazifik zieht mittlerweile fast 40% der M&A-Aktivität auf sich. Hier spiegelt sich nicht nur der Übernahme-Hunger der Chinesen, sondern auch wach-sendes internationales Interesse an australischen Bergbau-Adressen, die eine gute Wette auf die langfristige Wachstums-Story in China darstellen.


Responses

  1. Grafik 1 zeigt sehr schön, dass seit dem Jahr 2000 eine Blase entstanden ist; im Jahr 2006, ein Jahr vor dem Zusammenbruch der Finanzmärkte, explodierte das System regelrecht.
    Es wird wahrscheinlich dauern, bis diese Megainvestitionen bezahlt werden (können).
    Möglicherweise ist das Preisniveau im Absatzmarkt in eine kritische Phase geraten?


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