Verfasst von: markusgaertner | April 3, 2010

US-Jobmarkt bleibt Schlamassel

Die Jobbilanz für März sieht besser aus als sie ist

Vancouver, 4. April 2010 

Keine Frage, es ist ein Grund zu Feiern: Die US-Wirtschaft schuf im März 162.000 neue Jobs. Das war nicht nur der größte monatliche Zuwachs seit März 2007, sondern auch der dritte Anstieg in fünf Monaten. Vor allem gemessen an den monatlichen Jobverlusten von rund 700.000 vor etwa einem Jahr sind das phantastische Nachrichten. „Es ist jetzt ziemlich

klar, dass die Rezession zu Ende ist“, sagt der Harvard-Professor Jeffrey Frankel zu den erfreulichen Jobzahlen aus dem Labor Department.

Doch ein Blick tiefer in die Zahlenreihen zeigt, wie zerbrechlich die Erholung ist, die diese Jobzahlen signalisieren. Grund für Euphorie gibt es mit Sicherheit nicht.

Die Arbeitslosenrate bleibt trotz der neu geschaffenen Jobs bei 9,7%. Fast ein Drittel der neuen Stellen, nämlich 48.000, wurden von Washington geschaffen, für die alle zehn Jahre stattfindende Volkszählung.

Und dass die Obama-Administration trotz der hohen Arbeitslosigkeit Probleme hat genügend qualifizierte Volkszähler zu finden, sagt einiges über das Arbeitslosenheer.

Die Zahl der Privatinsolvenzen nahm im März um 35% zu, ungezählt viele Amerikaner gehen finanziell auf dem Zahnfleisch. Der Anstieg ist der höchste seit das Gesetz 2005 Privatpleiten erschwert hat.

Mehr noch: Die „Unterbeschäftigungsrate„, also die Zahl derer, die nicht genügend Arbeit finden oder es ganz aufgegeben haben einen Job zu suchen, stieg leicht auf 16,9% an.

Und erstmals sind mehr als 6,5 Millionen Menschen in den USA über sechs Monate arbeitslos. Das ist fast die Hälfte aller Arbeitslosen.

Zudem sank der durchschnittliche Stundenlohn der Beschäftigten in Privatfirmen außerhalb der Landwirtschaft weiter auf 22,47 Dollar je Stunde. Die Erosion des Einkommens lässt nicht auf die von vielen prognostizierte Erholung des privaten Konsums hoffen.

Hinzu kommt, dass die Zahl derjenigen, die Teilzeit arbeiten müssen weil sie keinen Vollzeitjob finden oder ihre Arbeitswoche wegen Auftragsmangel gekürzt wurde, auf 9,1 Millionen gestiegen ist. 

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