Verfasst von: markusgaertner | April 3, 2010

Beamtenboom killt die US-Wirtschaft

Oh, wie schön war´s doch im Kapitalismus …

Vancouver, 4. April 2010

Zum ersten Mal in der Geschichte der (kapitalistischen) USA haben die Gewerkschaf-ten mehr Mitglieder im Staatssektor als in der Privatwirtschaft. Soll ich den Satz nochmal aufschreiben ?, das muss man erstmal verdauen ! Während die Privatwirtschaft in Amerika seit Ausbruch der Rezession 8,2 Millionen Jobs verlor, gewann der

Regierungssektor – wie im folgenden Video zu sehen ist, über 100.000 Stellen hinzu.

Der Beamtenboom findet vor allem auf Bundesebene statt, während Bundesstaaten und Kommunen in den USA von Defiziten so ausgelaugt sind, dass sie kaum noch Stellen neu besetzen können.

Einer meiner Lieblings-Blogs in den USA, der Business Insider, hat einen sehr schönen Post mit der Frage – besser Feststellung: „Three Reasons Public Sector Workers Are Killing The Economy„, aus dem dieses Video stammt: 

Zahlreiche Wirtschafts-Blogs in den USA haben sich des Themas angenommen, da-runter die Mish´s Global Economic Trend Analysis des Investmentberaters Mike Shedlock.

Die schlichte Begründung für die These, dass das Beamtentum die US-Wirtschaft in den Abgrund reißen wird, lautet so: Beamte sind zu teuer, man kann sie nicht feuern, und sie sind eine gefährlich starke Lobby.

Was das im Einzelfall heißt, wird an einem Bericht aus der alten Stahlmetropole Pitts-burgh deutlich. Dort hatte die Stadtverwaltung im Februar für jeden Dollar Pensionszu-sagen an die 3.200 Beschäftigten und Tausende von Pensionären nur noch 30 Cents im Budget, der Rest war ungedeckt:

Pittsburgh’s multimillion-dollar pension liability is set to balloon to $1.04 billion today, when city officials must comply with a state requirement to report retirement obligations to police, firefighters and other city workers. With $296 million on hand in February, the city has about 30 cents for every dollar required to cover pension promises to about 3,200 employees and thousands of pensioners. Mayor Luke Ravenstahl wants to avoid a state takeover of the pension funds looming at year’s end by depositing at least $200 million from a controversial plan to lease city parking garages and meters for 50 years to a private firm.

 

Auch Stahlarbeiter in Pittsburgh hatten auf Obama gesetzt - jetzt wollen sie "grüne Jobs" für eine Renaissance der Stadt

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