Verfasst von: markusgaertner | März 9, 2010

Nase im Schlamm, Stimmung im Keller

Amerikas KMU misstrauen Wall Street-Propaganda

Vancouver, 10. März 2010

Neueinstellungen ? Nichtmal mit Zuschüssen der Obama-Administration ! Das sagen 69% der von Rasmussen Reports im Februar befragten Mittelständler zwischen Houston, Los Angeles, Seattle und Boston. Jeder zweite von ihnen musste in den vergangenen 90 Tagen wegen Cashflow-Problemen seine Rechnungen später begleichen. Sieht so

eine Erholung aus ?

Aus den Zahlen, die für den Discover Small Business Watch – ein Mittelstandsbaro-meter – erhoben wurden, spricht tiefes Misstrauen der kleinen und mittelgroßen Firmen in den USA.

Die „Discover Small Business Watch“ – ein Index der gleichnamigen Kreditkartenfirma – für den US-Mittelstand ging im Februar wieder zurück. Zwar liegt der aktuelle Wert noch 13 Punkte über dem Tief vom Februar 2009, doch die jüngste Kehrtwende zum Negativen lässt aufhorchen.

Und sie hat mit Schneestürmen an der Ostküste oder möglichen Stimmungs-Ausschlägen angespannter Kleinunternehmer mit großer Verantwortung herzlich wenig zu tun.

Mehr als zwei Drittel dieser Unternehmer planen bis mindestens August weniger, zumindest aber nicht mehr für Werbung, Inventar oder Anlagen auszugeben.

Das ist ein eindeutiges Misstrauensvotum gegen die Konjunkturentwicklung und die Wirtschaftspolitik der Obama-Administration in Washington.

Zwar ging der Discover-Index um weniger als einen Punkt auf jetzt 84,9 zurück, doch zahlreiche Antworten auf die gestellten Fragen enthüllen große Skepsis über den Zustand der Konjunktur und deren Auswirkungen auf die Umsätze.

Hier eine stichwortartige Zusammenfassung der Ergebnisse aus dem Pressetext zu der Befragung:

Die „Main Street“, wie das Firmenvolk im Gegensatz zur Wall Street – den Finanz-giganten und schnellen Gelddrehern genannt wird – ist grandios ernüchtert: 75% der KMU zwischen dem Golf von Mexiko im Süden und der kanadischen Staatsgrenze am 49. Breitengrad im Norden erwarten in den nächsten sechs Monaten keine Verbesserung des ökonomischen Umfeldes für ihr Unternehmen.

Leute, das sind die ökonomischen Macher, die ihre Nase in dem Schlamm rühren, der sich über das Land ergoss, als die große New Yorker Staumauer im Herbst 2008 wegen der Risse im Finanzsystem brach.

Dass in diesen Kreisen massive Skepsis herrscht, sollte zu denken geben und die Propaganda von Leuten, die uns mit Geheimtipps über die nächste Kursrally verfolgen, endgültig entlarven.

An dieser Stelle sei noch einmal auf den ECONCHART verwiesen, den ich für den Blogpost „Überleben als KMU“ am 27.2. an dieser Stelle produziert hatte.

Die Infografik zeigt, wie die fortdauernde Krise die Mittelständler zu konstanter Prozess- und Produkt-Innovation antreibt und woher die besten Unternehmen sich die dafür nötigen Informationen holen:

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