Verfasst von: markusgaertner | Februar 3, 2010

Fed-Orakel

Die Zahlen zum US-Konsum

passen einfach nicht zusammen

Vancouver, 4. Februar 2010

Manchmal verzweifle ich einfach an den offiziellen US-Zahlen. Die Fed von St. Louis publizierte heute ihren jüngsten Statistiken zur US-Konjunktur.

Daraus geht hervor, was laut Maynard Keynes keinesfalls sein dürfte: Die Sparquote steigt, aber der Konsum wächst auch. Man kann, das leuchtet einem auch ein ohne höchste ökonomische Weihen ein, das verfügbare Einkommen

nur ausgeben oder sparen. Kennen Sie einen dritten Weg ? Ich nicht.

Hier die Tafel der St. Louis Fed:

 

Um das etwas übersichtlicher zu gestalten, habe ich die entscheidenden Stellen in dieser Grafik hervorgehoben:

Es gibt dafür eigentlich nur eine Erklärung, wenn mehr gespart, gleichzeitig aber mehr konsumiert wird. Schuldenfinanzierung, Ausgaben auf Pump, Einkaufen mit dem Geld anderer Leute:

Geheime Einnahmequelle ? / Dudley Carr, FLICKR

Doch das kommt in diesem Fall nicht in Frage. Denn die Kreditkartenfirmen haben in den vergangenen 15 Monaten die Limits auf das Plastikgeld der Amerikaner um über eine Billion Dollar reduziert, praktisch 10% des privaten Konsums in einem Jahr. Und die Amerikaner haben in den vergangenen 12 Monaten ihre Kreditkartenschulden um 7% reduziert, wie wir lesen können:

„Credit Card Debt: Whether it’s because of credit limits being cut by card issuers or a result of conscious decisions by consumers, credit card debt outstanding is down 7% from a year ago in the U.S. This number is especially impressive when you consider the fact that unemployment is up, income is down, and people in general are struggling to pay their bills every month.

The economy has stabilized - for now

Since October of 2008, Americans have paid down more than $100 billion worth of credit card debt and it’s a trend that is likely to continue in 2010. Part of the “new normal” is more responsible spending and repairing dangerous debt situations is a key to staying afloat financially.“

Vielleicht findet sich ja mal einer, der mir das erklärt. Bis dahin zweifle ich die Zahlenreihen in diesem Kontext an und glaube auch nicht die phantastischen Wachstumszahlen, die uns – zuletzt mit 5,7% für das vierte Quartal – präsentiert werden ….

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