Verfasst von: markusgaertner | Dezember 21, 2009

Lost & Found

Managermehrheit glaubt wieder an Erholung                                                  

Vancouver  22. Dezember 2009

Das Beratungsunternehmen McKinsey hat den globalen Puls gefühlt – und für gut befunden. Erstmals seit Beginn des Jahres erwartet eine knappe Mehrheit der befragten Manager im jüngsten Dezember-Survey, dass die Nachfrage der Konsumenten nach ihren Produkten in Kürze zunehmen wird, was ihnen längerfristige

strategische Pläne erlaubt. Viele Firmenlenker fürchten jedoch laut dem „McKinsey Quarterly“, dass ihre Investitionsentscheidungen in den kommenden zwei Jahren von steigender Wechselkurs-Volatilität beeinflusst werden dürften.

Wie schon im Oktober – damals zum ersten Mal in 12 Monaten – gab die Mehrheit der weltweit befragten Manager zu Protokoll, sie hielten die Konjunktur in ihrem Land für besser als im September 2008. Im Klartext: Jetzt wird es langsam eng für die wenigen verbliebenen Dr. Dooms, und Professor Glooms und wie die in den Medien herumgereichten letzten Exemplare der Zweifler-Spezies noch so genannt werden.

Denn wenn selbst die Wirtschaftskapitäne an die Erholung der Weltkonjunktur glauben, verheißt dies eine baldige Rückkehr von Investitionen, Beschäftigungszuwachs und Kreditaufnahme – vorausgesetzt, die Banken tun, was sie versprochen haben. Und vorausgesetzt natürlich, den Regierungen geht beim Konjunktur-Anschieben nicht die fiskalische Puste aus.

Obwohl es schon nicht mehr die neueste von McKinsey präsentierte Umfrage in der „Snapshot“-Serie ist, wollen wir hier doch noch einmal illustrieren, was die Manager in der Umfrage Ende Oktober als die größten Hürden bzw. Risiken, die eine Erholung ausbremsen könnten, bezeichnet hatten. Schwacher Konsum, unvollkommene Regulierung durch die Regierungen, eine Flaute im gewerblichen Sektor und die Wechselkurse – die derzeit heftig ausschlagen – sind Punkte, die kaum überraschen.

Die Sorge vor heftiger schwankenden Wechselkursen hat demnach gerade in den vergangenen sechs Wochen noch einmal spürbar zugenommen, denn das Thema wird in der Dezemberausgabe des „Economic Conditions Snapshot“ deutlich schon in der Einleitung der Umfrage-Auswertung hervorgehoben, während es in der vorangegangenen Umfrage noch an vierter Stelle der benannten Risiken rangiert hatte. Dafür hat offenbar die Sorge über den Konsum nachgelassen. 


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