Verfasst von: markusgaertner | November 24, 2009

Öl-Wechsel

Asien überholt beim Ölverbrauch Nordamerika                                                          

Vancouver  25. November 2009

Es klingt banal, kaum beachtenswert: Asien überholt beim globalen Ölverbrauch Nordamerika. Aber die Hintergründe und strategischen Konsequenzen dieses Wechsels an der Spitze der globalen Verbraucher-Rangliste

sind äußerst bedeutsam.

In einer Welt, in der Rohstoffe knapper werden – und zum Beispiel beim Rohöl das Auffinden neuer Vorkommen nicht einmal die Erschöpfung existierender ausgleichen kann – in einer solchen Welt stehen strategische Konflikte ins Haus. China kauft sich auf der ganzen Welt agressiv in Bergbauer und Energiefirmen ein, um sich für die Zeit extremer Knappheiten schon heute zu wappnen.

Weltweit werden große Teile der Energiebranche tendenziell wieder verstaatlicht, nur in wenigen Ländern kann noch frei investiert werden, wie in Kanada. Da stellen sich die Verbraucher und Produzenten bereits für den künftigen Verteilungskampf auf.

Zweiter Punkt: In den USA gehen die Ölimporte seit Monaten deutlich zurück. Das ist nicht nur eine Folge der Rezession. Die USA setzen sehr stark auf neue Gasvorkommen, die wegen verbesserter Technik zunehmend in extrem schwierigen Lagerstätten erschlossen werden.

Asien wird die steigende Ölabhängigkeit zu spüren bekommen. Japan und China sind in dem Boomkontinent nur zwei – aber die beiden größten – Volkswirtschaften, die Nettoimporteure von Rohöl sind, Japan fast zu 100%. China ist es bislang nicht gelungen – wie im laufenden 5-Jahrplan vorgesehen – die Energie-Effizienz deutlich zu erhöhen, also pro Einheit Bruttoinlandsprodukt weniger Energie zu verbrauchen. Im Westen ist man damit schon gut vorangekommen.

Mit der massiven Auslagerung von Produktion in den 90er Jahren haben westliche Firmen also nicht nur Jobs verlagert, die möglicherweise zu einem guten Teil wieder zurückkommen, wenn das Barrel Öl 200 Dollar kostet und sich der Transport über die Ozeane von Niedriglohn-Ländern zu den Konsumenten nicht mehr lohnt.

Mit den Jobs, die nach Fernost verschifft wurden, hat Asien auch ein strategisches Problem importiert, das den Kontinent noch schwer belasten wird. Der Import dringend benötigter Rohstoffe und Energie.

Die Infografik ist in voller Größe auf meiner Homepage www.markusgaertner.com, im XING-Profil www.xing.com/profile/Markus_Gaertner13 („Referenzen …“) und für Mitglieder der Plattform auch in meiner LinkedIn-Galerie zu sehen.


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