Verfasst von: markusgaertner | November 4, 2009

Nicht die USA, Japan ist das Problem

Vancouver  4. November 2009

Die USA sind das Epizentrum der globalen Krise. Auf die USA richtet sich derzeit das Augenmerk, wenn nach Zeichen für eine nachhaltige Erholung gefragtwird, die wieder mehr Aufträge und Jobs bringt. Auch bei den öffentlichen Schulden, die westliche Regierungen auf sich laden, rückt immer

die USA in den Mittelpunkt. Ein nationales „Chapter 11“ wird bislang aber noch nicht für möglich gehalten, das zeigt die Tatsache, dass nach wie vor in großem Umfang amerikanische Staatsanleihen gekauft werden. Nur der himmelstürmende Goldpreis und Chinas fieberhafte Käufe von Bergbau- und Energiefirmen überall auf der Welt belegen, dass der Dollar längst nicht mehr volles Vertrauen rund um den Globus genießt.

Doch im medialen Windschatten der USA tickt die eigentliche Zeitbombe, und das ist Japan. Die Zahlen sind atemberaubend. Schon bis 2014 soll die gesamte öffentliche Schuld knapp zweieinhalb mal so groß sein wie das Bruttoinlandsprodukt des Landes. Im Klartext: Der point of no return, ab dem es nicht mehr möglich ist, Zinsen zu zahlen und die Schuld zu tilgen, rückt schnell näher. Japan leidet gleichzeitig unter Jahren langsamen Wachstums, den aufgehäuften Schulden zahlreicher Konjunkturprogramme, die die sparwütigen Japaner trotz niedriger Zinsen mit dem Kauf von Anleihen finanziert haben, unter einer vergreisenden Bevölkerung, einem seit zwei Jahrzehnten schwindenden Heer von Erwerbstätigen und der Einwirkung der laufenden Rezession. Das schwarze Finanzloch könnte die zweitgrößte Volkswirtschaft der Erde in nicht allzu ferner Zukunft verschlingen. Noch ein aufgestautes Riesenproblem, das kurzsichtige Politiker nicht richtig lösen, bis es ihnen um die Ohren fliegt. Das Epizentrum des nächsten Erdbebens in Japan könnte im Finanzministerium liegen ….

ECONCHARTjapanworries112009

Die Grafik kann im Großformat auf meinem XING-Profil angeschaut werden (https://www.xing.com/profile/Markus_Gaertner13 - siehe "Dateianhänge")


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