Kosten der BP-Katastrophe eskalieren
Vancouver, 11. Juni 2010
Während BP alle möglichen Tricks anwendet, um das wahre Ausmaß der Katastrophe am Golf von Mexiko zu vertuschen, kommen immer größere Zahlen
bei der Schätzung der wirtschaftlichen Folgen ins Spiel.
Bis zu 37 Mrd. $ könnte das Desaster BP kosten, schätzte am 2. Juni die Credit Suisse. Und von den Maklern entlang der fast 1.000 Kilometer langen Küste zwischen den “Bayous” in Louisiana und Clearwater in Florida hören wir, dass die Preise für strandnahe Immobilien 10-20% einbrechen können.
Auweia, das wird eine dicke Rechnung, wenn sie BP denn wirklich übernimmt: Auf satte 4,3 Mrd. $ veranschlagt die CoStar-Gruppe in Bethesda, Maryland, den Schaden, wenn entlang dieses Küstenabschnitts in den kommenden 12 Monaten die Häuserpreise 5-15% fallen, wie auch der unabhängige Immobilienmakler Arthur Sterbcow in New Orleans schätzt.

Floridas Immobilienmarkt gehört ohnehin zu den größten Verlierern des Subprime-, Finanz- und Konjunkturdesasters, das sich seit Ende 2008 austobt. Die Preise für Häuser sind in diesem Bundesstaat seit 2006 laut Moody´s Economy.com um 34% gefallen, während sie bundesweit in den USA um 25% einbrachen.
CoStar baut seine Schätzung auf die bekannten Folgen früherer Katastrophen auf, darunter Wirbelstürme, andere Öldesaster und den Unfall im Atomkraftwerk Three Mile Island 1979 in Pennsylvania. Danach fielen die Immobilienpreise in der Umgebung im Schnitt um etwa 10%.





Ich denke nicht daß BP für Bucherverluste aufkommen wird. Nur wenn eine Immobilie tatsächlich “unter Wert” verkauft wird und der ehemalige Besitzer diese Differenz mit ölige Strände begründen kann.
Zum Beispiel die Fischereibranche hat es viel einfacher nachzuweisen daß Umsatzeinbrüche im direkten Zusammenhang mit der geminderten Produktqualität aufgrund des Öls steht.
Von: ulf am Juni 12, 2010
um 04:11
[...] MGaertner: Kosten der BP-Katastrophe eskalieren Dank BP und der sprudelnden Ölquelle, brechen an Floridas Küsten die Immobilienpreise weiter ein, eine teure Rechnung, wenn BP diese Kosten mitübernehmen muss. [...]
Von: Blogschau – KW 23/10 » USA, Finanzsystem, New York, BP » Spekulantenblog am Juni 13, 2010
um 09:05
[...] Gaertner widmet sich in seinem Blog den möglichen Kosten, die auf BP aufgrund der Katastrophe zukommen und die können gewaltig [...]
Von: Aus anderen Blogs | Kapitalmarktexperten.de am Juni 17, 2010
um 00:07