Verfasst von: markusgaertner | Februar 9, 2010

GO CANADA !

Verfasst von: markusgaertner | Februar 9, 2010

Indien punktet gegen China

Der “Elefant” holt in der Krise                                

gegen China auf                            

Vancouver, 10. Februar 2010

Indiens Volkswirtschaft, die drittgrößte in Asien, schaltet zum Ausgang der Großen Rezession frühzeitig einen höheren Wachstumsgang ein. Das zentrale Statistikamt der Regierung in Neu Delhi kündigte jetzt für das im März zu Ende gehende Finanzjahr 2009/10 ein BIP-Wachstum von 7,2% an. Das bedeutet: Indiens Wirtschaft wird im laufenden Jahr zum ersten Mal seit 2007 wieder das Wachstum beschleunigen.

Im vergangenen Finanzjahr 2008/09 war das Wachstum auf eine Rate von 6,7% zurückgegangen. Das war der geringste Zuwachs in sechs Jahren. Doch jetzt schaltet die Wirtschaft auf dem Subkontinent den Nachbrenner ein. Es sind vor allem niedrigere Zinsen, geringere Fabriksteuern und höhere Beamtengehälter, die der Nachfrage nach Autos, Zement und Stahl ordentlich Auftrieb verleihen.

Im Klartext: Indien hat schon erreicht, worauf die meisten anderen asiatischen Länder noch mi viel Anstrengung hinarbeiten: Die heimische Nachfrage hat den Export als Wachstumstreiber auf den zweiten Rang verwiesen.

Die Gute Nachricht dabei ist: Nach Einschätzung vieler Beobachter könnte dieser Aufschwung selbst tragend sein. Die derzeitigen Treiber sind eindeutig der gewerbliche Sektor, dessen Wachstum im laufenden Finanzjahr von 3,2% auf 8,9% zulegt sowie der Bergbau – von 1,6% auf 8,7% – und die Bauwirtschaft. Sie kann von 5,9% Wachstum auf 6,5% beschleunigen.

Dass es bei der höheren Drehzahl auch bleiben wird, ist laut der Wirtschaftszeitung Economic Times “nicht garantiert”. Diese merkt aber an, dass mit höheren Zuwachsraten auch im Finanzgewerbe, der Versicherungswirtschaft, dem Immobiliensektor und den Dienstleistungen die Aufwärtsbewegung an Breite gewinnt.

Würde die Landwirtschaft, die in Indien noch immer 60% der Erwerbstätigen beschäftigt, nicht unter dem schwächsten Monsunregen seit 1972 leiden und im laufenden Fiskaljahr um 0,2% schrumpfen, könnte Indien fast an die Turbo-Wachstumsraten von China anschließen.

Das verleiht dem indischen Finanzminister Pranab Mukherjee Spielraum, um die expansive Fiskalpolitik etwas zurück zu schrauben. Indiens Regierung hat im wesentlichen dieselben Werkzeuge aus dem ökonomischen Reparaturkasten geholt wie die meisten anderen Regierungen: Niedrigere Zinsen und Steuern  sowie zusätzliche öffentliche Ausgaben. Das Volumen des Anschubgprogramms von Indiens Regierung wird im laufenden Jahr auf 36 Mrd. Dollar geschätzt, rund 3% des BIP.

Das ist prozentual gesehen nur halb so viel wie in China, hat aber gereicht, um das Haushaltsdefizit auf 6,8% des BIP anzuheben, ein 16-Jahreshoch. Daher sieht sich Mukherjee dem Druck der Reserve Bank of India - der Notenbank – ausgesetzt, bald die Steuern anzuheben, um die Inflation im Zaum zu halten. Doch die Regierung will sich nicht breitschlagen lassen.

Ministerpräsident Manmohan Singh beteuerte am 6. Februar, was den Preisauftrieb angehe, sei das Schlimmste überstanden. Das überrascht Beobachter kaum. Singh will auf dem Gaspedal bleiben. Seine Regierung hat mehrfach die Wähler mit dem Versprechen beruhigt, den Konjunkturanschub nicht so stark zu drosseln, dass er das Wachstum gefährdet.

Der Elefant geht in den Galopp über / Honza Soukup, Flickr

Die Industrie des Landes macht zudem auch ordentlich Druck. Führende Firmen wie Hero Honda Motors - Indiens größter Motorradhersteller - und Videocon Industries - ein wichtiger Produzent von Kühlschränken - wehren sich gegen ein Auslaufen der Steuervorteile im laufenden Konjunkturprogramm. Sie argumentieren, der private Verbrauch sei noch nicht wieder stark genug. 

Doch die Notenbank schätzt die aktuelle wirtschaftliche Entwicklung auf dem Subkontinent positiver und damit inflationsanfälliger ein als die Regierung Singh. Der Gouverneur der Reserve Bank of India, Duvvuri Subbarao hob am 29. Januar die Prognose für das BIP-Wachstum auf 7,5% an und kündigte an, die Notenbank werde binnen Monaten mit dem Kampf gegen den Preisgalopp beginnen.

Subbaraos Einschätzung zufolge wird die Inflation – die in Indien Ende 2009 bei 7,3% lag – weiter auf 8,5% ansteigen. Daran sind nach Ansicht der Notenbank vor allem Versorgungsengpässe bei Reis, Weizen und Zucker verantwortlich, wegen des geringen Monsunregens.

Daher hat Subbarao schon im Januar die Geschäftsbanken angewiesen, den Anteil der Cash-Reserven an den Einlagen von 5% auf 5,75% zu erhöhen. Seiner Auffassung zufolge reicht aber ein Umschwenken in der Geldpolitik allein nicht aus, um die Inflation zu zähmen. Er verlangt von der Regierung auch eine Drosselung des Budgetdefizits.

Führende Analysten teilen eher die Einschätzung der Reserve Bank, beeinflusst durch Meldungen wie die von Bajaj Auto - Indiens zweitgrößtem Motorradhersteller – und Tata Motors, dem größten LKW- und Busproduzenten des Landes. Beide meldeten zu Beginn des Jahres Umsatzzuwächse von über 70%. Morgan Stanley und die Citigroup erwarten beide, dass Indiens BIP im kommenden Fiskaljahr ab April um über 8% wachsen wird.

Der Indien-Experte Chetan Ahya bei Morgan Stanley in Singapur schreibt im “Global Economic Forum“, dass im Falle Indiens “ein deutlich erhöhtes Abeichungsrisiko nach oben” in Bezug auf das Wachstum besteht. Das Wachstum der privaten Nachfrage in Indien, so argumentiert er, habe die Industrieproduktion nahe an die Spitzenauslastung getrieben.

Der Ausstoß der Fabriken lag zuletzt bei 11,7% Wachstum auf Jahresbasis. “Der wiederbelebte private Konsum hat die ökonomische Führungsrolle übernommen”, sagt Ahya zur Erklärung. So habe sich die Nachfrage nach PKW in den drei Monaten bis Ende Januar auf über 44% im Jahresvergleich gesteigert.

Mehr noch: Ahya sieht einen Übergang in Indiens Wirtschaft vom staatlich angefachten Wachstum des Konjunkturprogramms hin zu nachhaltiger – “natürlicher” Nachfrage durch die heimischen Konsumenten: “Die von der Politik angefachte Erholung der Binnennachfrage wird nun ersetzt durch sichtbare Zeichen der Besserung in der sich selbst tragenden heimischen Nachfrage”.

Noch ein Punkt in Ahyas Analyse über Indien ist bemerkenswert: Er beobachtet eine Beschleunigung der Reformen. Als die regierende Kongress-Partei bei der Wahl im Mai 2009 ihre Mehrheit ausbaute, wuchsen die Hoffnungen, dass der Reformprozess schneller als bisher vonstatten gehen könnte. Diese Hoffnungen wurden nach einigen Monaten zunächst etwas enttäuscht.

Doch Ahya verweist auf einen bis zu drei Jahre währenden Zyklus in Indiens Politik, den er “POTA” nennt. Er steht für “Vorschlag, Opposition, Konsens, Aktion”: “Die gute Nachricht ist, dass viele zentrale Schritte der Reform jetzt in die Aktionsphase gehen”.

Für das kommende Fiskaljahr seien daher weitere Steuerreformen, eine Konsolidierung des Haushaltsdefizits, eine Rückführung der Staatsanteile in großen Firmen sowie eine Beschleunigung beim Ausbau der Infrastruktur zu erwarten, vor allem im Straßenbau.

Autoboom auf indisch / Meanest Indian, Flickr

Der Internationale Währungsfonds hat ähnlich positive Erwartungen in Bezug auf Indiens Wachstum. Das Wachstumspotenzial wird im Fiskaljahr 2010/11 wieder voll ausgeschöpft, heißt es im jüngsten Konjunktur-Update des IWF vom 5. Februar. Jetzt seien auch die Konditionen reif für eine Drosselung der fiskalischen und monetären Anschubprogramme. Doch die Konjunkturexperten beim Währungsfonds mahnen im Falle Indiens zwei wichtige Dinge an.

Erstens Wachsamkeit gegenüber der Inflation, weil “die Produktion nicht mit der wachsenden Nachfrage schritthält”. Und zweitens eine Reform des Finanzsektors, um den dringend nötigen Ausbau der Infrastruktur beschleunigen zu können: “Eine Vertiefung und Erweiterung des Finanzsystems, einschließlich des Marktes für Firmenanleihen, sind mögliche Lösungen”. Dies beinhalte unter anderem eine wachsende Öffnung für ausländische Investoren.

Indien, so scheint es, holt als ewiger Zweiter im Vergleich m dem dynamischen, gut kapitalisierten und autoritär regierten China in dieser Phase auf. Indien kam mit einem Konjunkturprogramm zurecht, das gemessen am BIP nur halb so groß war wie das von China. Indien hat zudem das Kreditvolumen längst nicht so massiv ausgeweitet wie China, das nun möglicherweise mit einer neuen Welle von Wackelkrediten rechnen muss.

Investmentbanker bei der UBS in Hong Kong haben ausgerechnet, dass der Umfang der Wackelkredite in China 400 Mrd. Dollar erreichen könnte – 8% des BIP – falls 20% der 2009 ausgereichten und 10% der 2010 vergebenen Kredite faul werden. Indiens Banken sind in der globalen Rezession sehr zurückhaltend geblieben, sie haben ihre Kreditmenge 2009 – während Chinas Staatsbanken Geld im Volumen von 30% des BIP ausreichten – sogar leicht zurück gefahren.

Indien kann mit noch einem Vorteil aufwarten: Weil seine Ausfuhren lediglich 24% des BIP ausmachen – gegenüber 35% in China - blieb der Subkontinent besser von der Schwäche der Weltwirtschaft verschont und isoliert als China, wo in der Exportwirtschaft 20-30 Mio. Arbeitsplätze verloren gingen.

Mit einem Anteil von 57% am BIP bot und bietet Indiens heimische Nachfrage auch einen deutlich besseren Puffer geben Ausfälle im schwachen Export während der Krise als China, wo der private Konsum lediglich 35% des BIP ausmacht.

“Was wir in Indien sehen”, sagt Jim Walker, Volkswirt bei der Researchfirma Asianomics in Hong Kong, “ist eine fundamentale heimische Nachfragegeschichte, die auch bei einem globalen Abwärtstrend intakt bleibt”.

Verfasst von: markusgaertner | Februar 7, 2010

Harakiri Fiskali

Mehreren EU-Mitgliedern droht                                

fiskalischer Drahtseil-Absturz

Vancouver, 8. Februar 2010

Die Finanzminister der G7 haben sich am Wochenende in Kanadas Kühlschrank getroffen. In Iqaluit, der Hauptstadt von Nunavut – an der Südküste der grottenkalten  Baffin-Insel –  testet Airbus neue Flugzeugmodelle für extremste Eistemperaturen. Doch der coole Gipfel in Iqaluit förderte eine heiße Nachricht zutage, zumindest bei genauerem Hinsehen.

Die Zusage der G7, selbst im Angesicht einer wachsenden Budgetkrise die Konjunkturen weiter mit Steuermitteln anzuschieben, wird das Dilemma, in das die Regierungen der nordamerikanischen und europäischen Volkswirtschaften geraten sind, noch drastsisch verschärfen. Schieben sie zu viel an, droht der Staatsbankrott. Schieben sie zu wenig, kehrt die Rezession zurück. Das ist die Wahl zwischen Teufel und Belzebub.

Während die ehrwürdige New York Times – mit Nobelpreisträger Paul Krugman an Bord – fragt, ob Griechenlands Schulden den Euro in den Mülleimer befördern, verschicken Banker düstere Endzeitprognosen, für den Fall, dass Europas Regierungen, vor allem in den in Amerika bereits als “PIGS” bezeichneten Wackelkandidaten Portugal, Italien, Griechenland und Spanien, nicht bald dratisch zu sparen anfangen.

Die Einschätzung der Danske Bank - Dänemarks größtes Geldhaus – ist vielsagend, aber in der Bankengilde kein Einzelfall: Wenn nicht rigoros gegen die klaffenden Defizite vorgegangen wird, heißt es in der Zusammenfassung des jüngsten “Research Euroland” – Unterzeile: “Debt on a dangerous path” – dann werden die Schulden in einigen Ländern der EU nicht mehr zu kontrollieren sein. Im Klartext: “Das Maastricht-Ziel von 60% Gesamtschulden am Bruttoinlandsprodukt erscheint in den kommenden 10 Jahren für viele Länder im Euroraum unrealistisch. Boff !!!

Iqaluit - cpfair, Flickr

Die Danske Bank warnt, bevor sie die fiskalische Totenschau beginnt, sich vom Beispiel Schweden in die Irre leiten zu lassen. Schweden gelang es nach der Krise in den frühen 90er Jahren fast alle fiskalischen Kosten wieder hereinzuholen. “Das ist nicht die Norm”, warnt Danske und zieht eine Studie der EU-Kommission über 49 verschiedene Finanzkrisen heran.

Ergebnis: Die durchschnittlichen Gesamtkosten einer Bankenkrise liegen bei 13% des BIP, bei immerhin 5,6% nach Krisen in der Eurozone. Für Griechenland sagt Danske von 2007 bis 2011 eine Zunahme der öffentlichen Schulden von 95% auf 135% vorher. In Italien soll dieser Wert im selben Zeitraum von 103 auf 118% steigen, in Irland von 25% auf 96% und in Spanien von 36% auf 74%.

Die Chancen, so Danske, diese Schulden in einer Inflationsspirale abzuschmelzen, seien gering. Stattdessen müsse rigorose Budgetdisziplin den Schuldenteufel mühevoll in die Flasche zurück zwängen.

Die gute Nachricht: Danske erwartet, dass spätestens 2012 mit dem Sparen begonnen wird.

Die schlechte Nachricht: Die zusätzlichen sozialen und anderen Kosten einer vergreisenden Bevölkerung machen diesen Kraftakt am Ende zu einer Herkulesaufgabe, die große soziale Spannungen herauf beschwören könnte.

Wenn die Politik in den genannten Ländern keine harschen Sparprogramme und Steueerhöhungen durchsetzen kann, droht Griechenland bis 2020 ein Schuldenberg von 238% des BIP, Irland würde sich 220% gegenüber sehen.

Danske spricht aus, was in Finanzkreisen viele sagen: Irland wird eine drakonische Sparpolitik eher zugetraut als Griechenland.

Der eigentliche Schocker in der Sudie der dänischen Bank ist die fiskalische Konsolidierung, die in den einzelnen EU-Mitgliedern vonnöten ist, falls eine Rückkehr zu 60% Gesamtschulden am BIP bis 2020 erreicht werden sollen.

Griechenland muss schon 2011 anfangen, seine Budgetausgaben jedes Jahr um mindestens 4% zu kürzen. “This is a very difficult task”, heißt es in dem Danske-Papier lapidar aber realistisch. Und noch eine schlechte Nachricht: Danske gibt zu, dass seine Berechnungen nicht einmal berücksichtigen, dass derart drastische Sparmaßnahmen das Wachstum sbremsen und die Aufgabe erschweren können.

Schlussfolgerung: “Wir können sagen, dass Griechenland  die Vorgaben des Stabilitätspaktes in den kommenden 10 Jahren eher nicht erfüllen wird”.Griechenland hat ja bekanntlich versprochen, bis 2013 wieder in den Bereich von bis zu 3% Budgetdefizit am BIP zurück zu kehren. Doch der Plan der griechischen Regierung wird als “ehrgeizig” und “politisch schwierig” bezeichnet.

Was das heißt, können wir derzeit den Zeitungen entnehmen. In Irland organisieren sich Industrie und Gewerkschaften zu einer Front gegen die beabsichtigten Kürzungen. Die Gewerkschaften rechnen vor, dass ein Polizeibeamter mit weniger als 10 Jahren Dienst mit 18% weniger Gehalt rechnen muss. Ein sozialer Sprengsatz. Jetzt rächt sich, dass westliche Regierungen ihren Wählern jahrelang nicht reinen Wein eingeschenkt haben und wegen der anhaltenden Krise viele schmerzhafte Einschnitte auf einen Schlag durchsetzen müssen.

Auch in Griechenland bahnen sich erhebliche soziale Spannungen an. Für den Mittwoch planen die öffentlich Bediensteten einen Streik, am 24. Februar ruft die Gewerkschaft GSEE – die 2 Mio. Arbeiter und Angestellte im privaten Sektor vertritt – zu Protesten auf.

Der Finanzkrise folgte die Rezession, der Rezession folgt das Fiskal-Debakel, diesem Desaster schließt sich eine gewaltige gesellschaftliche Zerreißprobe an, deren Dimension und noch gar nicht absehbar ist.

Am Ende werden es nicht mehr die Banker sein, auf die sich der Zorn richtet, sondern auf Generationen von unverantwortlichen Finanzministern und auf Regierungen, die dachten, es sei viel einfacher, den Schaden aus der Immobilien- und Finanzkrise einfach von den wackelnden Banken auf das scheinbar viel stabilere Konto der Steuerzahler zu verbuchen.

Am Ende zeigt sich mal wieder, dass nicht trickreiche Buchungen eine Krise lösen, sondern schmerzhafte Entscheidungen.

Doch die sind nun viel schwieriger als vor 12 Monaten, weil dem Wahlvolk von der Wall Street und den Regierungen monatelang vorgegaukelt wurde, das Schlimmste sei schon wieder vorbei.

Herr Ackermann wird auch diesmal wieder daneben liegen mit seiner Prognose, der gruselige Teil liege hinter uns.

Verfasst von: markusgaertner | Februar 4, 2010

Börse Feng Shui

Feng Shui-Prognose:

Tiger-Jahr 2010 mit Turbulenzen

Vancouver, 5. Februar 2010

Ich lebe in der chinesischsten Stadt auf diesem Planeten, außerhalb von China versteht sich. Die Einheimischen nennen Vancouver nicht umsonst gerne “Hongcouver”. Hier gibt es Malls, im Stadtteil Richmond, die nur chinesisch beschriftet sind. Meine Familie lebt 20 Kilometer östlich des Stadtzentrums, in Coquitlam, weit von der kleinen Chinatown an der Vancouver Eastside.

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Verfasst von: markusgaertner | Februar 3, 2010

Massensterben

Immer mehr EU-Firmen

im Jenseits                                      

Vancouver, 4. Februar 2010 

Die Creditreform Wirtschaftsforschung hat heute auf ihre Weise Bilanz des Jahres 2009 gezogen und die Insolvenzzahlen für Europa präsentiert. Fazit: Die Krise hat den Firmen im Euroland ordentlich zugesetzt. Betrachtet wurde die EU-15 mit Norwegen und der Schweiz. Gezählt wurden 185.000

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Verfasst von: markusgaertner | Februar 3, 2010

Fed-Orakel

Die Zahlen zum US-Konsum

passen einfach nicht zusammen

Vancouver, 4. Februar 2010

Manchmal verzweifle ich einfach an den offiziellen US-Zahlen. Die Fed von St. Louis publizierte heute ihren jüngsten Statistiken zur US-Konjunktur.

Daraus geht hervor, was laut Maynard Keynes keinesfalls sein dürfte: Die Sparquote steigt, aber der Konsum wächst auch. Man kann, das leuchtet einem auch ein ohne höchste ökonomische Weihen ein, das verfügbare Einkommen

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Verfasst von: markusgaertner | Februar 3, 2010

Fliegen ohne Flügel

Die Airlines bluten weiter                                        

Vancouver, 4. Februar 2010

Es ist schon deprimierend. Die Airlines kriegen den Fuß nicht auf den Boden. Eigentlich ganz gut, wenn man Passagiere befördern will. Doch hier geht es um die Finanzen. Insgesamt sind in der krisengeschüttelten Branche 200 Mrd. Dollar Schulden aufgelaufen (siehe Video) . Allein im vergangenen Jahr mussten die

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Verfasst von: markusgaertner | Februar 3, 2010

Oettinger und die anderen

Obama spricht besser Schwäbisch

als Oettinger Englisch

Vancouver, 3. Februar 2010

Der Auftritt des scheidenden Regierungschefs von Baden-Württemberg (und angehenden EU-Industriekommissars in Brüssel) Guenther Oettinger bei einer Konferenz an der New Yorker Columbia-Universität hat die Zeitgenossen in Deutschland

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Verfasst von: markusgaertner | Februar 1, 2010

Europäer sind die neuen Chinesen

Sparen in Europa zwischen Sicherheit und Stimulus

Vancouver, 2. Februar 2010

Griechenland wackelt, der Euro schwächelt, die Politik ist zerstritten oder gelähmt, die Märkte noch schwach, die Erholung fraglich, zumindest fragil. Das ist die aktuelle Perspektive eines ganz normalen Straßeneuropäers; in den USA würde man die fiktive Figur “Joe Sixpack” nennen. Während die Medien – munitioniert von staatlichen Statistikern und bezirzt Wall Street-Chören – der angeblichen

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Verfasst von: markusgaertner | Januar 30, 2010

Leere Bänder, volle Lager

Wachstum ohne Käufer und Jobs                            

Vancouver, 31. Januar 2010

Dieser Blog schließt direkt an den vorangegangenen über die “zwei Monster” Inflation und Deflation an. Wir hatten Google konsultiert und gesehen, dass dort das Suchwort Inflation viel häufiger eingegeben

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